Blinde Flecken in der Geschichtsbetrachtung? Kommunismus im 20. Jahrhundert
Internationale Konferenz anlässlich des 100. Jahrestages der Oktoberrevolution 2017

Blinde Flecken in der Geschichtsbetrachtung? Kommunismus im  20. Jahrhundert

2017 jährt sich die Oktoberrevolution zum 100. Mal. Aus diesem Anlass veranstalten die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und die Friedrich-Ebert-Stiftung vom 23. bis 25. Februar 2017 in Berlin die internationale Konferenz „Blinde Flecken in der Geschichtsbetrachtung? Kommunismus im 20. Jahrhundert“. Der 100. Jahrestag der Oktoberrevolution bietet die Chance, die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Kommunismus im 20. Jahrhundert in der Öffentlichkeit zu befördern. Die internationale Konferenz wird renommierte Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik, Kultur und historisch-politischer Bildung dazu einladen, den Ort der Kommunismusgeschichte in der deutschen und europäischen Erinnerungskultur zu vermessen und damit verbundene Herausforderungen für Forschung und Bildung zu diskutieren.

Anmeldungen zur Konferenz unter buero(at)bundesstiftung-aufarbeitung.de

Programmflyer (2,2 MB)


Am 23.-25. Februar 2017 hier im LIVESTREAM sowie ab 25. Februar alle Interviews als Videopodcast!

Moderator: Dr. Andreas Braune
Kamera/Schnitt: Johannes Romeyke

Blinde Flecken in der Geschichtsbetrachtung? Kommunismus im 20. Jahrhundert - Der Konferenzfilm

Der Kommunismus in seinem Zeitalter - Die Ausstellung

Gerd Koenen über die Ausstellung »Der Kommunismus in seinem Zeitalter«

Dr. Gerd Koenen, Autor der Ausstellung „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“, über die Herausforderung einer Posterausstellung. Die Schau wird von der Bundesstiftung
Aufarbeitung und dem Deutschen Historischen Museum 2017 bundesweit in 2000 Exemplaren sowie international in vier Fremdsprachen gezeigt.

Ulrich Mählert über die Ausstellung »Der Kommunismus in seinem Zeitalter«

Dr. Ulrich Mählert, Leiter des Arbeitsbereichs Wissenschaft und Internationale Zusammenarbeit in der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, über die Ausstellung „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“.

Roland Jahn über die Tagung sowie die Ausstellung »Der Kommunismus in seinem Zeitalter«

Roland Jahn, Leiter der Stasiunterlagenbehörde BStU, über die Tagung sowie die Plakatausstellung “Der Kommunismus in seinem Zeitalter”.

Detlef Siegfried – »Der Kommunismus in der Populärkultur und als politische Nische«

Detlef Siegfried, Professor für Neuere Deutsche und Europäische Geschichte an der Universität Kopenhagen, über den Kommunismus als Teil der Populärkultur sowie seine Darstellung im öffentlichen Raum.

Stephen Anthony Smith – »Der Kommunismus als Forschungsgegenstand seit 1990«

Stephen Anthony Smith, Professor für Geschichte an der Universität Oxford, über den Kommunismus in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung und die Konjunkturen der Kommunismusforschung seit 1989/1991.

Hans-Joachim Veen – »Das politische Erbe des Kommunismus im vereinten Deutschland«

Hans-Joachim Veen, Politikwissenschaftler und seit 1994 Honorarprofessor an der Universität Trier, über die Entwicklung des Kommunismus und der Umgang mit ihm seit der deutschen Wiedervereinigung 1990.

Anna Kaminsky – »Der Kommunismus als Stiefkind der Erinnerungskultur«

Dr. Anna Kaminsky, Geschäftsführerin der Bundesstiftung Aufarbeitung, über den Umgang mit dem Thema „Kommunismus“ in der deutschen und europäischen Erinnerungskultur sowie Defizite in der bisherigen Beschäftigung mit dem Kommunismus und die daraus resultierenden Folgen.

Jörg Baberowski – »Politik und Massenmord im Zeitalter der Extreme – eine vergleichende Bilanz«

Jörg Baberowski, Professor für Geschichte Osteuropas an der Humboldt-Universität zu Berlin, über die im Namen faschistischer/nationalsozialistischer Regime einerseits und kommunistischer Regime andererseits verübte politische Massengewalt sowie Konjunkturen der Gewaltanwendung im „Zeitalter der Extreme“.

Melanie Piepenschneider – »Kommunismuserinnerung – (k)ein Thema für die politische Bildung?«

Melanie Piepenschneider, Leiterin Politische Bildung in der Konrad-Adenauer-Stiftung, über Kommunismuserinnerungen in einer pluralistischen Gesellschaft und die Arbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Thomas Krüger – »Kommunismuserinnerung – (k)ein Thema für die politische Bildung?«

Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, über eine demokratische Erinnerungskultur und die Neuerfindung der politischen Bildung für „bildungsbenachteiligte“ Zielgruppen.

Sabine Bamberger-Stemmann – »Kommunismuserinnerung – (k)ein Thema für die politische Bildung?«

Dr. Sabine Bamberger-Stemmann, Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg, über die Herausforderungen der historisch-politischen Bildungsarbeit heute und Kommunismuserinnerung ohne Erlebnisgeneration.

Anja Kruke – »Kommunismuserinnerung – (k)ein Thema für die politische Bildung?«

Dr. Anja Kruke, Leiterin des Archivs für Sozialgeschichte der Friedrich-Ebert-Stiftung, über die Oktoberrevolution als Teil einer globalen Umbruchsphase und Kommunismuserinnerung in der Arbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Florian Weis – »Kommunismuserinnerung – (k)ein Thema für die politische Bildung?«

Dr. Florian Weis, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Rosa-Luxemburg-Stiftung, über die kritische Selbstreflexion über kommunistische Herrschaft in der deutschen Linken.

Markus Meckel – »Der Kommunismus in der europäischen Erinnerungskultur«

Markus Meckel, ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages sowie Ratsvorsitzender der von ihm initiierten Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, über die Gefahren einer Bagatellisierung des Kommunismus und das Anliegen, mit der Stiftung Aufarbeitung blinde Flecken der Geschichte aufzuarbeiten.

Etienne François – »Der Kommunismus in der europäischen Erinnerungskultur«

Prof. Dr. a.D. Etienne François über dunkle Flecken der Kommunismusbetrachtung in Frankreich.

Radu Preda – »Der Kommunismus in der europäischen Erinnerungskultur«

Radu Preda, Präsident des Instituts für die Aufarbeitung der Verbrechen des Kommunismus in Bukarest, über die rechtstaatlichen Schwierigkeiten bei der Aufarbeitung des Terrors des kommunistischen Rumäniens.

Neela Winkelmann-Heyrovská – »Der Kommunismus in der europäischen Erinnerungskultur«

Dr. Neela Winkelmann-Heyrovská, Direktorin der NGO „Platform of European Memory and Conscience“, über die Rolle von „Gerechtigkeit“ bei der juristischen und gesellschaftlichen Aufarbeitung der kommunistischen Gewaltherrschaft.

Benjamin Ziemann – »Wie über politische Gewalt im Zeitalter der Extreme sprechen?«

Benjamin Ziemann, Professor für Neuere Deutsche Geschichte an der Universität Sheffield, über begriffliche und sachliche Differenzierungen im Diskurs über die Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts.

Zsuzsa Breier – »Wie über politische Gewalt im Zeitalter der Extreme sprechen?«

Dr. Zsuzsa Breier, ungarische Germanistin, Diplomatin und ehemalige Staatssekretärin im Land Hessen, über Verständigungsschwierigkeiten in der europäischen Erinnerungskultur.

Juri Durkourt – »Wie über politische Gewalt im Zeitalter der Extreme sprechen?«

Juri Durkot, ukrainischer Journalist, Publizist, Übersetzer und Produzent, über das Verschweigen, Relativieren und Bagatellisieren der Gewaltgeschichte in der europäischen Erinnerungskultur.

Katharina Hochmuth macht ein Fazit über die Tagung

Katharina Hochmuth, Projektkoordinatorin der »Tagung Blinde Flecken in der Geschichtsbetrachtung? Kommunismus im 20. Jahrhundert« an der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, macht ein Fazit über die Tagung.