Kongress Vision Kino 16
Film – Kompetenz – Bildung

Kongress Vision Kino 16

Welchen Beitrag können Filmbildung und interkulturelle Filmarbeit zu kultureller Vielfalt, gesellschaftlicher Teilhabe und Integration leisten? 
Wie können mehr Filme, die sich auf Augenhöhe mit der Lebenswelt von 
Kindern und Jugendlichen auseinandersetzen und die einen wichtigen 
Beitrag für die Persönlichkeitsentwicklung Heranwachsender leisten, 
entstehen und ihre Adressaten finden? Und welche Chancen hat das Kino 
als einzigartiger und ursprünglicher Rezeptionsort bewegter Bilder angesichts sich wandelnder Sehgewohnheiten, welche Perspektiven ergeben 
sich daraus für die Filmbildung? Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt 
des sechsten Kongresses der VISION KINO und der hier zu hörenden 
kurzen Interviews mit Akteuren aus Bildung, Kultur, Wissenschaft und Politik. (Moderation: Mathias Buss, Ton & Schnitt: Marcus Glahn, Redaktion: Katharina Auberger)

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Jan Distelmeyer – An den Grenzen des Kinos

Jan Distelmeyer ist Professor für Mediengeschichte und -theorie in Potsdam. Seine Forschung beschäftigt sich vor allem mit den Grenzen des Films und des Kinos: Blu Ray, DVD, 3D, Computer – alles Formen, die den traditionellen Film verändern, erweitern, einschränken. In der Podiumsdiskussion Kino und Film gestern, heute, (über-)morgen spricht er über die Zukunft des Kinos, den Wandel der Rezeptionsweisen und die veränderten Bedingungen für Filmvermittlung.

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Almila Bagriacik – Integration durch Film

Almila Bagriacik wurde durch Zufall für den deutschen Film entdeckt und gehört heute zu einer der gefragtesten Nachwuchsschauspielerinnen. In der Türkei geboren, in Berlin aufgewachsen, Schauspielerin – Almila Bagriacik kennt selbst den integrativen Charakter des Kinos. In der ARD-Spielfilmtrilogie über die Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) DIE OPFER. VERGESST MICH NICHT war sie in einer der Hauptrollen zu sehen. Ein Gespräch über Integration, Identität und die Rolle des Films.

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Andreas Dresen & Justus von Dohnányi – Timm Thaler oder der zeitlose Klassiker

Andreas Dresen und Justus von Dohnányi, beide preisgekrönte Repräsentanten des deutschen Kinos, zeigen auf der Vision Kino 16 exklusiv ihren neuen Film TIMM THALER ODER DAS VERKAUFTE LACHEN. Über einen Kinderbuchklassiker und seinen Weg auf moderne Leinwände.

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Mirjam Kruppa – Film als Plädoyer für Migration?

Mirjam Kruppa ist seit Mai 2015 Thüringer Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge. Die studierte Juristin bezeichnet sich dabei selbst als Anwältin für Flüchtlinge und Fürsprecherin derer, die ihre Interessen nur partiell selbst vertreten können. Ihr Ziel ist eine humane Flüchtlings- und Migrationspolitik in Thüringen. Was kann der Film dazu beitragen?

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Hüseyin Tabak – Zwischen den Welten, mitten im Pulverfass?

Hüseyin Tabak feierte Erfolge mit Filmen wie DAS PFERD AUF DEM BALKON und DEINE SCHÖNHEIT IST NICHTS WERT. Aufgewachsen ist er in einer kurdischen Einwandererfamilie. Was kann ein Filmemacher zwischen politischen Pulverfässern ausrichten?

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Burhan Qurbani – Wer muss integriert werden?

Burhan Qurbanis Filme SHAHADA und WIR SIND JUNG. WIR SIND STARK. werden von Öffentlichkeit und Kritik einstimmig als wichtige Beiträge zur Integrationsdebatte in Deutschland gefeiert. Ein Gespräch über das Projekt Integration unter dem Licht von PEGIDA und NSU.

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Margret Albers – Über Dornröschen und Medienkompetenz

Margret Albers ist Medienwissenschaftlerin und eine der wohl wichtigsten Advokatinnen des deutschen Kinderfilms. Sie ist Vorstandssprecherin des Fördervereins Deutscher Kinderfilm e.V., Geschäftsführerin der Deutschen Kindermedien-Stiftung und Leiterin des Deutschen Kinder-Medien-Festivals Goldener Spatz und sitzt zudem noch in mehreren Kinojurys. Wir sprechen mit ihr über Medienkompetenz und eigene Erinnerungen an Kinderfilme.

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Horst Niesyto – Keine Integration ohne Film?

Horst Niesyto studierte Erziehungswissenschaft, Soziologie, Psychologie und Sozialpädagogik und verschmolz diese Bereiche zu seinem Hauptthema der Medienpädagogik. Er ist Initiator der Initiative „Keine Bildung ohne Medien!“ – wir fragen ihn, ob dieses Konzept auf die Bereiche Integration und Film übertragbar ist.

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Ali Samadi Ahadi – Welche Filme brauchen wir?

Ali Samadi Ahadi ist ein mehrfach ausgezeichneter Regisseur und Drehbuchautor. Geboren wurde er im Iran, im Alter von 13 Jahren floh er aufgrund des Ersten Golfkriegs nach Deutschland. Ein Gespräch über seine persönliche Migration, Geschichten, die wir jetzt brauchen und eine sprechende Katze.

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Christl Reissenberger und Sabine Uibel – Filmische Willkommenspraxis

Christl Reissenberger und Sabine Uibel unterrichten seit 2015 eine Willkommensklasse an einer Berliner Schule. Beide haben bereits zahlreiche Unterrichtsmaterialien zum Thema Film entwickelt und Filmseminare geleitet. Wie verbinden sie diese Schwerpunkte in der Praxis?

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Lisa Haußmann – Urheberrecht und Film

Lisa Haussmann hat Film-, Medien-, Kultur- und Kommunikationswissenschaft studiert und arbeitet u.a. für das Netzwerk Vision Kino. Dort ist sie als Mitautorin für die Neukonzeption der DVD IM FALSCHEN FILM?! verantwortlich. Das Thema: Urheberrecht und Film. Ein Gespräch über geistiges Eigentum im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit.

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Jörg Gabriel – Schiller, Goethe, Hitchcock? Über Filme im Lehrplan

Bei Jörg Gabriel laufen die Fäden von Film und Schulpolitik zusammen. Als Dezernent für Filmbildung am Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung ist er verantwortlich dafür, dass der Film seinen Weg in den Lehrplan findet. Über die Gleichberechtigung von Film und klassischen Lehrinhalten.

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Matthias Elwardt – „Medienerziehung für alle“

Matthias Elwardt betreibt das Abaton Kino Hamburg, das 2010 für das beste Europäische Kinoprogramm ausgezeichnet wurde. Er guckt um die 700 Filme pro Jahr – er weiß also, wovon er spricht, wenn er sagt: „Was wir brauchen, ist moderne Kinobildung bzw. Medienerziehung für alle.“ Seit 2008 ist er Aufsichtsratsvorsitzender von Vision Kino und gestaltet so die Filmbildung mit.

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